Morgen geht es los - der Rucksack ist gepackt

Auf längeren Urlaubsreisen kommen schnell mal 20, 25 oder 30 Kilo Gepäck zusammen. Meist ist hier die Freigepäckgrenze der Fluglinien oder die Koffergröße der limitierende Faktor. Beim Wandern sieht es anders aus, da jedes Kilo mehr im Rucksack bei jedem Schritt mitgeschleppt werden muss. Als Maximum gilt ein Viertel des Körpergewichts, ein Zehntel als optimal. 

Der Rucksack ist gepackt

Das Internet ist voll mit Tipps und Tricks zum Einsparen von Gewicht und auch wenn man (noch) nicht völlig dem "Ultraleichtwandern" verfallen ist, so sollte man bei jedem Gegenstand im Rucksack zweimal überlegen ob man ihn wirklicht braucht, ob er dringend notwendig ist, ein Minimum an Komfort - denn Wandern soll ja auch immer noch Urlaub sein - bietet oder aber purer Luxus ist. 

Ein geringeres Gewicht des Rucksacks spart aber nicht nur Energie bei jedem Schritt und erhöht den Tragekomfort, sondern erhöht auch die Beweglichkeit und Trittsicherheit auf schwierigem Untergrund. 

Einmal mehr über Sinn und Nutzen des ein oder anderen Gegenstandes nachzudenken bevor er im Rucksack verschwindet bringt aber auch weitere, zusätzliche - und nicht ganz so offensichtliche - Vorteile mit sich. Je leichter zum Beispiel das zu verstauende Gepäck ist, desto unausgeprägter muss zum Beispiel das Tragesystem des Rucksacks sein, was zu weiterer Verminderung des Gesamtgewichts führt und wer weniger Gewicht über die Berge schleppen muss, der kann zum Beispiel auch leichteres Schuhwerk tragen. Bei mehr als 17,5 Kilogramm auf dem Rücken sind schwere(re), überknöchelhohe Wanderstiefel unumgänglich. Bei einem Rucksackgewicht um die zehn Kilo tun es aber (je nach Beschaffenheit der Wegstrecke) unter Umständen auch wesentlich leichtere Trailrunning-Schuhe. Der Vorteil: 100 Gramm an den Schuhen entsprechen etwa 500 Gramm im Rucksack.

Packliste:

Mein Rucksack wiegt (ohne Trinkwasser) knapp unter zehn Kilo, was sich schon allein dadurch recht leicht erreichen lässt. dass wir keine größere Verpflegung für sechs Tage oder Zelte zur Übernachtung mitführen müssen. Ich hab zwar Shampoo in kleinere Fläschchen umgefüllt, aber bis zum Absägen des Zahnbürstenstiles bin ich dann doch nicht gegangen. 

Standardausrüstung

Rucksack (Deuter Aircontact 55+10), Reiseapotheke (Verbandszeug, Pflaster, Blasenpflaster, Tape, Rettungsdecke), Kulturbeutel (u.a. Shampoo, Deo, Zahnhygiene, Ohrstöpsel, Sonnencreme), Hüttenschlafsack, Trillerpfeife, Feuerzeug und Streichhölzer, kleines Messer.  

Bekleidung

Wanderschuhe, Softshelljacke, Regenjacke und -hose, kurze Hose, leichte Trekkinghose, lange Thermounterhose, langärmeliges Funktionsshirt, Pullover, Fleaceshirt, 3 T-Shirts, Handschuhe, Mütze, Käppi, Jogginghose und Langarmshirt zum Schlafen, Leichte Schuhe für die Hütte, Unterhosen, 5 paar Socken, Trekkinghandtuch.

Verpflegung

Alu-Trinkflaschen 1,0 und 1,5 Liter, Notverpflegung für unterwegs.

Dies und das

Wertsachen (Bargeld, Alpenvereinsausweis, Versicherungskarte, Personalausweis), Notizbuch und Stift.

Technisches Gerät

iPhone, GoPro-Kamera, Anker Ladeakku 12 kAh, Ladegerät und Kopfhörer.

An- und Abreise (verbleiben im Basislager)

(Rück-)Flugtickets, Cargo-Bag für Rucksack, Jacke, lange Hose, frisches T-Shirt, frische Unterhose, frische Sochen, Halbschuhe, frisches Handtuch.



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